Fragwürdiger Journalismus PDF Drucken E-Mail

Tagesbericht vom 06.10.16


Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.273 auf 1.267 $/oz nach. Heute Morgen bleibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter unter Druck und notiert aktuell mit 1.265 $/oz um etwa 9 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit uneinheitlich.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Propaganda in den Schrumpfmedien am Beispiel des Handelsblatts: „Das Pfund wird immer leichter. Der Brexit-Kurs der britischen Premierministerin bedroht die Wirtschaft der Insel. Die Botschaft von Theresa May hat zwei Tage gebraucht, um ihre volle Wirkung zu entfalten: Am Dienstag ist die britische Währung auf den tiefsten Stand seit 1985 gefallen. Investoren reagierten damit auf die Brexit-Pläne der Premierministerin, die sie bereits am Sonntag verkündet hatte. Für Verunsicherung an den Märkten sorgte Mays Kurs, die Einwanderung auf die Insel begrenzen zu wollen – auch wenn dann der Zugang zum Europäischen Binnenmarkt eingeschränkt würde. Auch andere warnen: Der Kurs den May einschlage, werde der Wirtschaft auf längere Sicht enormen Schaden zufügen, so Kallum Pickerung, Ökonom bei der Berenberg-Bank. Angesichts dieser Aussichten erwarten Währungsstrategen, dass das Pfund weiter an Gewicht verliert. Wirtschafsminister Philip Hammond warnt. Auf das Land kämen Turbulenzen zu, die sich über Jahre hinziehen könnten“.

Dass die Berichterstattung politisch korrekt und journalistisch fragwürdig völlig einseitig gegen den Brexit argumentiert, lässt sich leicht erkennen. Wenn nur Bruchteile des Artikels umgeschrieben würden, die sachlich ebenso richtig sind, bekäme der Artikel eine politisch unkorrekte komplett andere Ausrichtung (Eine objektive Berichterstattung würde beide Aspekte berücksichtigen).

Alternativartikel: „Die britische Börse entwickelt sich immer fester. Der Brexit-Kurs der britischen Premierministerin ermuntert die Wirtschaft der Insel. Die Botschaft von Theresa May hat zwei Tage gebraucht, um ihre volle Wirkung zu entfalten: Am Dienstag ist die britische Börse auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Investoren reagierten damit auf die Brexit-Pläne der Premierministerin, die sie bereits am Sonntag verkündet hatte. Für Optimismus an den Märkten sorgte Mays Kurs, die Einwanderung auf die Insel begrenzen zu wollen – auch wenn durch Strafmaßnamen der EU der Zugang zum Europäischen Binnenmarkt eingeschränkt würde. Auch andere äußern sich positiv: Der Kurs den May einschlage, werde der Wirtschaft auf längere Sicht enormen Nutzen bringen, so XY, Ökonom bei der XY-Bank. Angesichts dieser Aussichten erwarten Börsenexperten, dass die Hausse an den Aktienmärkten fortgesetzt wird. XY-Minister ist zuversichtlich. Auf das Land käme eine stabile Entwicklung zu, die sich über Jahre hinziehen könnte“.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem stabilisierten Dollar nach (aktueller Preis 36.325 Euro/kg, Vortag 36.513 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und anderen Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber gibt nach (aktueller Preis 17,70 $/oz, Vortag 17,95 $/oz). Platin verliert (aktueller Preis 975 $/oz, Vortag 991 $/oz). Palladium fällt deutlich zurück (aktueller Preis 674 $/oz, Vortag 698 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich seitwärts.


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich bei großen Umsätzen um 0,5 % oder 0,5 auf 83,9 Punkte. Bei den Standardwerten ziehen Barrick 3,3 % und Freeport 2,7 % an. Detour gibt 3,4 % nach. Bei den kleineren Werten erholen sich Red Eagle 10,5 %, Integra 6,6 % und Aura 6,3 %. Eco Oro fallen 14,6 %, Luna 10,3 % und Rubicon 10,0 %. Bei den Silberwerten ziehen AZ-Mining 9,5 % und Americas Silver 4,8 % an. Hochschild geben 6,1 % sowie Maya und Aurcana jeweils 3,6 % nach.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel uneinheitlich. Gold Fields, Harmony und DRD können jeweils 1,6 % zulegen. Sibanye gibt 2,4 % nach.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen nachgebend. Bei den Produzenten fallen Dragon 6,0 %, Red 5 um 4,6 % und St Barbara 4,5 %. Pantoro können 14,3 % und Teranga 3,9 % zulegen. Bei den Explorationswerten geben Montezuma und Nexus jeweils 6,3 % nach. Legend verbessern sich 10,0 % und Tanga 9,6 %. Bei den Metallwerten verbessern sich Paladin 6,9 % und Gindalbie 5,9 %.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 2,9 % auf 129,25 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Teranga (+3,9 %) und Oceana (+2,2 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der St Barbara (-4,5 %), Saracen (-4,3 %) und Evolution (-4,3 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Xau-Vergleichsindex zurückfallen.

In der Monatsauswertung zum 30.09.16 verbessert sich der Fonds um 3,8 % und bleibt damit leicht hinter der Erholung des Xau-Vergleichsindex zurück, der um 4,8 % zulegt. Seit dem Jahresbeginn kann der Fonds mit einem Gewinn von 119,1 % den Abstand zum Xau-Vergleichsindex (+103,0 %) verteidigen. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 35,4 % vom Xau-Vergleichsindex (-20,7 %) ab. Bei deutlichen Zuflüssen erhöht sich das Fondsvolumen im September von 38,1 auf 42,1 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %
Gewinn im Jahr 2015: 38,5 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2016: 119,1 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 7,1 % auf 36,10 Euro. Die besten Fondswerte sind heute AZ-Mining (+9,5 %), Teranga (+4,9 %) und Americas Silver (+4,8 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Hochschild (-6,1 %) und First Majestic (-3,5 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 30.09.16 verbessert sich der Fonds um 3,3 % und bleibt damit leicht hinter dem Hui-Vergleichsindex (+4,9 %) zurück. Seit dem Jahresbeginn behauptet sich der Fonds mit einem Gewinn von 177,2 % in der Spitzengruppe aller Fonds weltweit und weit vor dem Hui-Vergleichsindex (+103,5 %). Das Fondsvolumen erhöht sich im September bei deutlichen Zuflüssen von 64,2 auf 70,6 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 53,7 %
Verlust im Jahr 2014: 14,2 %
Verlust im Jahr 2015: 24,8 %
Gewinn im Jahr 2016: 177,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 5,8 % auf 40,97 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Roxgold (+5,6 %), Teranga (+4,9 %) und Oceana (+3,6 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Saracen (-4,3 %), Evolution (-4,3 %) und Mincor (-4,0 %). Der Fonds dürfte heute gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 30.09.16 verbessert sich der Fonds um 3,5 % und bleibt damit leicht hinter dem Xau-Vergleichsindex (+4,8 %) zurück. Seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds mit einem Gewinn von 98,9 % hinter dem Xau-Vergleichsindex (+103,0 %) zurück. Gemessen an den letzten 3 Jahren präsentiert sich der Fonds als einer der besten Goldminenfonds weltweit. Das Fondsvolumen fällt im September bei leichten Abflüssen von 14,6 auf 14,4 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 58,3 %
Gewinn im Jahr 2014: 8,7 %
Gewinn im Jahr 2015: 14,9 %
Gewinn im Jahr 2016: 98,9 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verliert 0,9 % auf 31,03 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Western Potash (+3,6 %) und Base (+3,5 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Saracen (-4,3 %) und Evolution (-4,3 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den TSX-Venture Vergleichsindex zurückfallen.

In der Monatsauswertung zum 30.09.16 zieht der Fonds um 5,6 % deutlich stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex an, der sich um 0,8 % verbessert. Seit dem Jahresbeginn behauptet der Fonds mit einem Gewinn von 106,7 % den großen Abstand zum TSX-Venture Vergleichsindex (+54,9 %). Das Fondsvolumen fällt im September bei deutlichen Abflüssen von 4,4 auf 3,7 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 54,7 %
Verlust im Jahr 2014: 22,1 %
Gewinn im Jahr 2015: 8,8 %
Gewinn im Jahr 2016: 106,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Westgold

Die Edelmetallhandelsfirma Westgold (www.westgold.de) verzeichnet am Mittwoch ein weit überdurchschnittlich hohes Kaufinteresse. Im Goldbereich werden 1 oz Krügerrand vor 1 oz Maple Leaf, deutschen Münzen und 1 oz Lunar-Münzen geordert. Im Silberbereich werden 1 oz Känguru, australische 1 kg-Münzen und 1 oz Maple Leaf geordert. Die Verkaufsneigung bleibt extrem niedrig. Etwa 30 Käufern steht 1 Verkäufer gegenüber. Die aktuellen Kurse finden Sie auf www.westgold.de.

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