Goldaktien schwach; EU-Steuerskandal um Apple PDF Drucken E-Mail

Tagesbericht vom 01.09.16


Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.313 auf 1.309 $/oz nach. Heute Morgen entwickelt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong seitwärts und notiert aktuell mit 1.308 $/oz um etwa 7 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien fallen weltweit zurück.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

EU verlangt von Apple eine Steuernachzahlung in Höhe von 13 Mrd Euro in Irland. Obwohl in Irland ein Körpersteuersatz von 12,5 % gilt, zahlte Apple in den Jahren zwischen 2003 und 2014 nur Steuern zwischen 0,05 und 1,0 %. Irland und Apple, die von der US-Regierung unterstützt wird, wollen gegen den EU-Beschluss klagen.

Kommentar: Wenn die EU-Kommission ein solches Steuerverhalten von internationalen Konzernen jahrzehntelang akzeptiert oder durch den EU-Kommissionspräsidenten im eigenen Land (Luxemburg) unterstützt und gleichzeitig von den Steuerzahlern hundertfach höhere Steuern abknöpft, um dann mit Steuergeldern (stupid german money) Irland zu retten, dann sollte sich niemand wundern, wenn sich die Unterstützung für die europäische Idee dem Nullpunkt annähert. Wenn in der EU auch nur ein Funken Anstand verwaltet würde, müssten Irland und Luxemburg unverzüglich verklagt und deren Repräsentanten vor ein ordentliches Gericht gestellt werden.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem unveränderten Dollar nach (aktueller Preis 37.739 Euro/kg, Vortag 37.906 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber gibt leicht nach (aktueller Preis 18,66 $/oz, Vortag 18,78 $/oz). Platin fällt zurück (aktueller Preis 1.049 $/oz, Vortag 1.062 $/oz). Palladium verliert (aktueller Preis 672 $/oz, Vortag 685 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich seitwärts.


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 1,8 % oder 1,7 auf 90,2 Punkte. Bei den Standardwerten fallen Eldorado 6,5 % und Barrick 2,3 %. Bei den kleineren Werten geben Golden Arrow 9,7 % sowie Victoria und Rubicon jeweils 8,3 % nach. Gegen den Trend können Starcore 8,8 % und Wesdome 6,9 % zulegen. Bei den Silberwerten fallen Americas Silver 8,7 %, Bear Creek 7,9 % und Aurcana 7,0 %. Santacruz können 5,6 % und Silver Bull 5,4 % zulegen.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel schwach. DRD fallen 5,6 % (Vortag -8,5 %), sowie Anglogold und Gold Fields jeweils 3,3 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen schwach. Bei den Produzenten fallen Medusa 5,4 %, Silver Lake 5,3 % und Saracen 4,2 %. Bei den Explorationswerten gibt Nexus 11,6 % nach. Bei den Metallwerten verliert Western Areas 5,3 %. Intrepid zieht 13,8 % an.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 0,9 % auf 130,48 Euro. Der Fonds wird durch die Kursrückgänge der Impala (-6,3 %), DRD (-5,6 %) und Medusa (-5,4 %) belastet und dürfte heute etwas stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.07.16 kann der Fonds mit einem Gewinn von 16,3 % stärker als der Xau-Vergleichsindex (+10,6 %) zulegen. Seit dem Jahresbeginn kann der Fonds mit einem Gewinn von 133,9 % den Abstand zum Xau-Vergleichsindex (+133,2 %) damit aufholen. Seit der Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 44,6 % weiter vom Xau-Vergleichsindex (-8,9 %) ab. Bei deutlichen Abflüssen reduziert sich das Fondsvolumen im Juli von 38,7 auf 37,6 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %
Gewinn im Jahr 2015: 38,5 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2016: 133,9 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 5,5 % auf 38,62 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Santacruz (+5,6 %) und Sabina (+2,5 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Americas Silver (-8,7 %), Bear Creek (-7,9 %) und Impala (-6,3 %). Der Fonds dürfte heute etwas stärker als der Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.07.16 verbessert sich der Fonds um 19,5 % und damit deutlich stärker als der Hui-Vergleichsindex (+9,2 %). Seit dem Jahresbeginn behauptet sich der Fonds mit einem Gewinn von 194,2 % in der Spitzengruppe aller Fonds weltweit und weit vor dem Hui-Vergleichsindex (+136,8 %). Das Fondsvolumen erhöht sich im Juli bei größeren Zuflüssen von 53,9 auf 69,2 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 53,7 %
Verlust im Jahr 2014: 14,2 %
Verlust im Jahr 2015: 24,8 %
Gewinn im Jahr 2016: 146,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 2,5 % auf 43,18 Euro. Der Fonds wird heute durch die Kursrückgänge der DRD (-5,6 %), Western Areas (-5,3 %) und B2 Gold (-4,4 %) belastet und dürfte parallel zum Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.07.16 kann der Fonds mit einem Gewinn von 10,6 % parallel zum Xau-Vergleichsindex (+10,6 %) zulegen. Seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds mit einem Gewinn von 115,6 % hinter dem Xau-Vergleichsindex (+133,2 %) zurück. Gemessen an den letzten 3 Jahren präsentiert sich der Fonds als einer der besten Fonds weltweit. Das Fondsvolumen erhöht sich im Juli bei leichten Zuflüssen von 13,5 auf 15,5 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 58,3 %
Gewinn im Jahr 2014: 8,7 %
Gewinn im Jahr 2015: 14,9 %
Gewinn im Jahr 2016: 115,6 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 1,6 % auf 29,90 Euro. Der Fonds wird heute durch die Kursverluste der Base (-10,0 %), Medusa (-5,4 %) und Silver Lake (-5,3 %) belastet und dürfte etwas stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.07.16 steigt der Fonds um 14,3 % an und kann den TSX-Venture Vergleichsindex erneut deutlich schlagen (+5,9 %). Seit dem Jahresbeginn kann der Fonds um 111,7 % zulegen (TSX-Venture Vergleichsindex: +54,0 %). Das Fondsvolumen steigt im Juli bei größeren Zuflüssen von 3,4 auf 5,1 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 54,7 %
Verlust im Jahr 2014: 22,1 %
Gewinn im Jahr 2015: 8,8 %
Gewinn im Jahr 2016: 111,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.


Westgold

Die Edelmetallhandelsfirma Westgold (www.westgold.de) verzeichnet am Mittwoch ein durchschnittlich hohes Kaufinteresse. Im Goldbereich werden 1 oz Krügerrand, 1 oz Maple Leaf und 1 oz Känguru gesucht. Im Silberbereich werden 1 oz Känguru und 1 kg-Barren geordert. Die Verkaufsneigung hat sich reduziert. Etwa 10 Käufern steht 1 Verkäufer gegenüber. Die aktuellen Kurse finden Sie auf www.westgold.de.

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