22/08 Vorboten einer Währungsreform PDF Drucken E-Mail

Vorboten einer Weltwährungsreform

Unsere Einschätzung der aktuellen Situation nach der Verabschiedung des 700 Mrd $ Kreditpaketes bleibt seit dem 22.09.08 (vgl. Tagesbericht auf www.goldseiten.de) unverändert: Die beschlossenen Maßnahmen sind völlig unzureichend, um die systemischen Risiken des ungedeckten Papiergeldsystems in den Griff zu bekommen. Der US-Steuerzahler ist mit den zusätzlichen Belastungen völlig überfordert, so daß der US-Dollar unter Druck geraten müßte. Da unbedingt neues Geld gedruckt werden muß, wird sich die Geldmenge inflationär erhöhen, so daß die Preise weiter steigen. Die akute Krise ist überwunden, wenn das Papiergeld so wenig wert ist, daß die Preise der Immobilien wieder auf das Niveau steigen, auf dem sie finanziert worden sind - nur wo stehen dann die Preise für andere Güter? Lone Star, die die Forderungen der IKB für 0,115 Mrd Euro gekauft hat, könnte jetzt den Schrott für 10-12 Mrd Euro an den US-Steuerzahler verkaufen oder bei der Fed gegen Staatsanleihen tauschen. So werden im Papiergeldsystem Vermögen umgeschichtet! Die systemische Krise kann so aber nicht überwunden werden. Richten Sie sich also auf weitere Turbulenzen ein, die nach vorläufiger Analyse sehr inflationär sein dürften und den Dollar belasten dürften.

5 Wochen später scheinen haben die Politiker weltweit immer noch nicht verstanden zu haben, daß sich die Banken mit den aktuellen Rettungspaketen auf Kosten der Steuerzahler vor dem endgültigen Untergang des Papierwährungssystems noch ein letztes Mal sanieren wollen. Die aktuellen Aktionen werden von Politikern der Marke Peer Steinbrück, der als Verwaltungsratsvorsitzender der KfW immer noch nicht wissen dürfte mit welchen Produkten die Tochtergesellschaft IKB 12 Mrd Euro versenkt hat, auch noch als „Rettungspakete“ vorgestellt. Unsere Kanzlerin Angela Merkel sagt zum Bankenbereicherungspaket original: „Wir handeln nicht für die Banken, sondern für die Sicherheit jedes einzelnen Bürgers“.

Es wird noch einige Wochen dauern, bis die Politiker erkennen, daß diese „Pakete“ den endgültigen Kollaps nur verzögern, aber nicht aufhalten können. Hinter den Kulissen wird bereits an einer Währungsreform gebastelt. Dabei deuten erste Meldungen darauf hin, daß sich das sozialistische System des „verwalteten Mangels“ weltweit durchsetzen könnte. Die Welt wird auf ein finsteres Zeitalter zusteuern, wenn es den letzten verbliebenen demokratischen Kräften nicht gelingt, gegenzusteuern. Der komplette Ostblock und Millionen von Deutschen können sich sicherlich noch daran erinnern, wie diese Wirtschaftsform funktioniert. Einen Vorgeschmack darauf bietet der aktuelle Silbermarkt. Bei einem Preis von 10 $/oz ist weltweit keine Unze Silber verfügbar und die monatlich etwa 1 Mio oz neu produzierten US-Eagles werden „zugeteilt“, -an wen?

Es gibt für die Bevölkerung nur noch eine kurze Zeitspanne, um gegenzusteuern. In den USA wurde mit einem Etat von jährlich 30 Mrd $ eine Home Security aufgebaut, die in der Lage sein wird, den Staat vor der eigenen Bevölkerung zu schützen. In Deutschland wird derzeit eine ähnliche Einrichtung praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit aufgebaut. Und wer sich nicht entschließen kann, sofort zu handeln, sollte sich folgende Meldung und unseren Kommentar einmal genauer ansehen:

„07.10.08: Bundeswehreinsatz im Inneren wird spät in der Nacht im Koalitionsausschuß mit einer Grundgesetzänderung erlaubt. Welt: „Zur Bekämpfung extremer Gefahren soll die Bundeswehr künftig auch im Inland mit Waffengewalt eingreifen dürfen“.
Kommentar: Die demokratischen Strukturen werden weiter abgebaut. Offensichtlich erwartet die Bundesregierung Entwicklungen, die einen Einsatz der Bundeswehr mit Waffengewalt im Inneren erforderlich machen. Ist eine Demonstration gegen die Sanierung der Banken auf Kosten der Steuerzahler eine „extreme Gefahr“, die „mit Waffengewalt“ beendet werden muß? Der Einsatz von Waffengewalt nach Naturkatastrophen macht jedenfalls wenig Sinn (vgl. Goldmarkt, Ausgabe 21/08).“